|
Die meisten Bauherren müssen zumindest einen Teil des benötigten Kapitals finanzieren. Hierzu sollten Sie sich weitreichend informieren und unbedingt mehrere Angebote einholen. Stark im Trend liegen Online-Baufinanzierungen. Die Konditionen sind im Durchschnitt rund 0,5% günstiger als bei Finanzierung über die Banken vor Ort.
Bei der Finanzierung sollten auch Arbeitgeberdarlehen und staatliche Finanzierungshilfen berücksichtigt werden.
Bei der Ermittlung der möglichen monatlichen Belastung sollten Sie nicht zu euphorisch rangehen. Wenn Sie später ständig knapp bei Kasse sind, weil die monatlichen Belastungen zu hoch angesetzt wurden, geht Ihnen schnell der Spass am eigenen Heim verloren. Und das ist es nicht Wert. Bedenken Sie auch, dass nach einigen Jahren durchaus erste Reparaturen anfallen können, die schnell mal Kosten in Höhe von ein paar Tausend Euro verursachen.
Leider erlebt man es immer wieder, dass Häuser nach wenigen Jahren wieder –meist mit Verlust- verkauft oder gar zwangsversteigert werden. Häufig war einfach die monatliche Belastung zu hoch bzw. es waren zu wenig Reserven einkalkuliert worden. Bitte bedenken Sie: Jede Bank will Ihnen natürlich eine Finanzierung verkaufen. In den meisten, leider aber nicht in allen Fällen wird man Sie versuchen, gut zu beraten. Da die Banken in der Regel aber keine 100%-ige Finanzierung mehr übernehmen, sondern häufig einen Eigenkapitalanteil in Höhe von 20% fordern, kommen sie im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Kunden meist ungeschoren aus einem geplatzten Kredit – was man vom Bauherrn leider nicht sagen kann. Der wird sich nämlich meist noch lange Zeit mit den Schulden rumschlagen müssen. Also prüfen Sie alles lieber einmal zuviel, als einmal zu wenig. Lassen Sie sich auf keinen Fall bei der Wahl der Baufinanzierung zu einer Entscheidung drängen.
|